Mehrere Isländer unseres Hofes freuen sich auf eine Reitbeteiligung oder auf geführte ausgedehnte Ausritte im Gelände. Die Auswahl des Pferdes orientiert sich an Ihren Reitfertigkeiten und an der “Chemie” zwischen Pferd und Reiter. Für Anfänger, Fortgeschritte oder Reitprofis bieten wir unterschiedlich aufgebaute Reitbeteiligungen an. Auf gut ausgebildeten und straßensicheren Pferden können Sie auf dem Platz, im Gelände oder durch die Teilnahme am qualifizierten Unterricht Ihre Reitkenntnisse verbessern. Bei Interesse an den neuen Kursen, einer Reitbeteiligung oder Unterricht wenden sie sich bitte an Inge. Impressum Ein Kurzfilm über die Ausrittmöglichkeiten in die herrliche Umgebung des Naturparks Westensee http://www.youtube.com/watch?v=8V9TJ9C6y20 Ritt durch den Zauberwald Wir bieten geführte Ausritte durch unsere schöne Landschaft im Naturpark Westensee an. Eine unserer Strecken führt durch den von uns sogenannten Zauberwald. Dank der hiesigen Waldbesitzer dürfen wir durch Ihre Wälder reiten. Wenn unsere Ausritt-Teilnehmer die passenden Pferde bekommen haben, wird im Reitviereck probiert, ob Pferd und Reiter sich verstehen: Wir üben losreiten, anhalten und je nach Talent gibt es eine kurze Unterweisung für Tölt und Trab. Dann geht es los. Ein kleines Stück an der Straße entlang, schließlich sind unsere Islandpferde alle straßensicher, dann dort wo es in den Wald geht kurz angehalten zum Nachgurten und überprüfen, ob alles o.k. ist und sich Pferde und Reiter wohlfühlen. Nun geht es in den Wald, zuerst passieren wir die Kinderstube der Greifvöge. Hier gibt es Nester, sogenannte Horste von Bussarden. Wir sehen einen weißen Bussard, etwas ganz Besonderes, ein seltenes Exemplar, er schaut uns von hoch oben aus seinem Baum an. Dann kommt das Revier der Wildschweine, an den Wegrändern kann man deutlich Ihre Spuren sehen, aufgebrochene Erde, in der Sie nach Leckereien gesucht haben. Man kann Sie noch deutlich riechen und aus dem Dickicht hört man manchmal, wenn es ganz still im Wald ist, das Gequieke der Frischlinge , der Wildschweinbabys. Es geht weiter, rechts und links des sich schlängelnden Weges sieht man kleine Sümpfe, die bei Nebel an das Domizil des Ungeheuers von Loch Ness denken lassen. Hier brüten jedes Jahr Wildgänse. Nun kommen wir an Felsen und Gletschergeröll vorbei. Riesen haben sie am Ende der letzten Eiszeit hier aufgetürmt, hier wohnen die Trolle. An manchen Tagen schrecken die Pferde vor dem einen oder anderen Felsen zurück, hat da nicht so ein kleiner Kobold seinen Kopf gezeigt? Tiere können Ihn sehen, Menschen leider nicht. Es geht jetzt einige Hügel hinauf, die typische Landschaft der Endgletscher und in einem Tal überqueren wir einen kleinen plätschernden Bach, hier sind die Elfen zu Hause. Ab und zu hört man Ihre zarten Stimmen flüstern. Im allerschönsten Tölt oder Trab, je nach Können der Reiter, kommen wir an den großzügigen Wiesen der Galloway Rinder vorbei, wo uns die frischgeborenen Kälbchen aus diesem Jahr neugierig beäugen. Am Ende dieser schönen Strecke kommen Fischteiche. Ein riesiger Seeadler, der am Westensee beheimatet ist, fliegt hier auf einem Abstecher seine Runden. Fischreiher fliegen auf und dann geht es im Galopp einen engen Pfad hinauf, den Räuberpfad. Heute haben wir Glück, weit und breit kein Räuber zu sehen. Zum Schluss passieren wir einen Hohlweg, der sich steil bergauf windet und auf einer Ebene endet. Wir nennen diesen Weg den Trollstieg, nach dem unser Gestüt benannt ist und der durch seine Undurchsichtigkeit und seine Form an den Trollstieg in Norwegen erinnert. Die Ebene sieht aus wie ein Geburtstagskuchen mit Kerzen darauf. Dann geht es nach einem weiteren flotten Tölt oder Trab in geruhsamen Schritt zum Hof zurück. In der Hexenstube, unserem Reiterstübchen, warten, nachdem wir die Pferde belohnt und versorgt haben, Kaffee, Tee und Kekse auf uns. Alle haben ein Lächeln auf dem Gesicht, auch die Pferde und sind dem Charme des Zauberwaldes erlegen. Bis zum nächsten Mal, dann könnt Ihr wählen, Zauberwald oder Islandrunde. Ich freue mich auf Euch! Eure Inge © by Inge Kleine Wir bieten Ihnen die folgenden Kurse an: Für weitere Informationen klicken sie bitte auf das jeweilige Thema. Reitgruppe ‘Kinder’ Reitgruppe ‘Frauen’ Island eine  Reise mit Pferden zu den Trollen und Elfen Tag 5 Heute bekam ich einen sehr kleinen zierlichen braunen Wallach. Mit meinem mir zugeteilten Sattel mit dem wehenden Sattelblatt sattelte ich Ihn. Was ich nicht wusste, ein Islandpferd auf Island gurtet man nicht vom Sattel aus nach und auch die Steigbügel verstellt man am besten vom Boden aus. Als ich aufstieg merkte ich das der „ Universal Sattel der mich schon den ganzen Ritt über begleitete ein wenig locker saß auf diesem zierlichen Pferdchen und ich griff beherzt nach den Gurtstrupfen um nach zu gurten. Der Tanz ging sofort los, der Kleine buckelte und raste wild um die anderen Reiter die schon auf den Ihnen zugeteilten Pferden saßen herum. Ich unterließ sofort den Versuch zu gurten und meine aufgeregten Begleiter riefen um „Gottes willen! nie vom Pferd aus nachgurten, das kennen sie nicht!“ Ira kam zu mir, ich war trotz immenser Wendigkeit des Kleinen oben geblieben “Der Kleine erst 5 Jahre alt und vor kurzem eingeritten. Er ist besonders sensibel, also ganz vorsichtig bei allen Hilfen, dann ist er ganz süß und tut alles für seinen Reiter. Vielleicht erzählt Thordur Euch in der nächsten Pause, die Geschichte wie der Kleine zu uns kam. Nun waren wir natürlich alle ganz gespannt und neugierig auf die Geschichte und beim nächsten Stopp umringten wir Thordur um die Geschichte des zu erfahren. „Also“ fing Thordur an „ es war der Pferdeabtrieb vor viereinhalb Jahren im Herbst. Alle Bauern aus dem Ort und der näheren Umgebung waren wie jedes Jahr dabei. Wir hatten schon fast alle Pferde in den Pferchen um sie nach den einzelnen Höfen zu sortieren. Da kam ganz am Ende der letzten Gruppe ein ganz kleiner brauner, sehr mager und struppig war er und“ rief ich Baldurson zu, „ das sind doch deine Pferfde“ „Ach ja „ rief er zurück,“ der hat im Alter von ca. 3 Wochen seine Mutter verloren, Ihre Reste fanden wir in einer Felsenspalte in der Landmännerschlucht. Dass er überhaupt überlebt hat ist ein Wunder, ich habe gedacht er schafft den Abtrieb nicht, aber er scheint ein zäher Bursche zu sein“. „ Was hast Du mit Ihm vor“ fragte ich neugierig denn ich wusste Baldurson war nicht gerade sentimental und ich ahnte nichts Gutes.   „ Na ja wenn morgen der Schlachter kommt, dann geht er“ antwortete er mir. „Das kannst Du doch nicht machen Baldurson“ sagte ich „Er hat so ums Überleben gekämpft, Er hat es verdient zu leben“. „Ach was sentimentales Zeug“ antwortete er, „der wird nichts schau Ihn dir doch mal an, wie runtergekommen er aussieht. Das lohnt das Futter nicht. Aber wenn Du mir eine Flasche Brännevin gibst dann bekommst Du Ihn, kannst Ihn ja aufpäppeln“.   Ich schaute in die traurigen Augen des kleinen müden Burschen und holte kurz entschlossen aus meiner Packtasche die letzte selbstgebrannte Flasche Brännevin, eigentlich für die Feier des Weideabtriebs gedacht, drückte sie Baldurson in die Hand und schnappte mir ein Halfter, führte den kleinen zu meinem Pferch in dem unsere Pferde bereits warteten das es nach Hause ging. Bevor es sich Baldurson noch überlegen konnte. Er war meiner! Wir  trieben unsere Pferde besonders langsam nach Hause damit der Kleine mitkam. Dann päppelte ich Ihn auf. Mit extra Futter und am Anfang noch mit abgemolkener Stutenmilch damit er ein wenig aufholen konnte, er ist mir seitdem ein treuer Weggefährte und so dankbar das er alles für mich tut, er geht für mich durch dick und dünn. Nur ganz tief in seinen dunklen Augen sieht man seine Traurigkeit und Verletzlichkeit. Sein Name bedeutet übersetzt “Der überleben will bzw. der um sein Leben kämpft: Ofeigur“. © by Inge Kleine DSGVO Disclaimer Impressum